Ringvorlesung „Ukraine“ am Institut für Osteuropäische Geschichte

Ringvorlesung „Ukraine“ am Institut für Osteuropäische Geschichte

Im Wintersemester 2014/15 findet am Institut für Osteuropäische Geschichte eine Ring-Vorlesung zum Thema „Ukraine“ statt.

Lehrveranstaltungsleiter: Markian Prokopovych

jeweils Montag, 18.00-20.00
im Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte
Spitalgasse 2/Hof 3, 1090 Wien

Die jüngsten Ereignisse in der Ukraine (Proteste auf dem Maidan, Sturz des Präsidenten Wiktor Janukowytsch, Annexion der Krim durch Russland) haben zu einer erhöhten Aufmerksamkeit für die ukrainische Geschichte und zu vielen kontroversen Diskussionen geführt. Die symbolische Bedeutung des mittelalterlichen Staates, des Fürstentums Halytsch-Wolhynien, des Kosakenstaates, der ukrainischen Geschichte der Neuzeit für die Region Ostmitteleuropa und insbesondere für Russland, sowie die Geschichte Galiziens, der Ukrainischen und der Westukrainischen Volksrepublik, der Ukraine im 2. Weltkrieg, des sowjetischen Erbes und letztlich die Unabhängigkeit und Transformation, die von verschiedenen politischen Akteuren unterschiedlich interpretiert wurden. Die Ringvorlesung betrachtet die Ukraine als ein historisches Phänomen und bietet eine multiperspektivische Orientierung in der ukrainischen Geschichte im größeren Rahmen Ostmittel- und Osteuropas.

Eintrag im Online-Vorlesungsverzeichnis
070058 VO RingVO Ukraine

Programm (PDF Download)

6.10. Markian Prokopovych (Universität Wien) Einführung

13.10. Iskra Schwarcz (Universität Wien) „Geschichte des Raumes: Die ukrainischen Gebiete von Mittelalter bis zum Ende des 17. Jahrhunderts“

20.10. Andreas Kappeler (Universität Wien) „Die ukrainischen Kosaken und der Kosakenmythos“

27.10. Alois Woldan (Universität Wien) „Zur politischen Dimension in Taras ŠŠevčenkos Werk“

6. 11. Larry Wolff (New York University, Vortrag im Rahmen der Kooperation mit DK-Galizien) „Galizien und Ukraine“

10.11. Kerstin Susanne Jobst (Universität Wien) und Martin Malek (Landesverteidigungsakademie Wien) „Die ‚russische’ Krim und die Krimfrage nach 1991“

17.11. Christoph Augustynowicz (Universität Wien) „Polnisch-ukrainische Beziehungen“

24.11. Harald Binder (Center for Urban Historyof East Central Europe, Lemberg) „Die Ukraine im Ersten Weltkrieg. Menschen und Territorien“

1.12. Frank Golczewski (Universität Hamburg) „Die Ukrainer im Zweiten Weltkrieg und die aktuellere Problematik der Geschichtsnutzung“

15.12. Daniel Unowsky (University of Memphis) „History of Jews in Ukraine from the Partitions of Poland until the 20th c.“

12.01. Philipp Ther (Universität Wien) „Die Transformation der Ukraine seit den 1980er Jahren“

19.01. Martin Schulze Wessel (Ludwig-Maximilians-Universität München) „Russland-Kritik und Russland-Verstehen. Deutsche Perspektiven auf den russisch-ukrainischen Konflikt“

26.01. Yaroslav Hrytsak (Ukrainische Katholische Universität Lemberg) „Today’s Ukraine: Regionalism, Potential Splitting, Myth and Reality“