Stereoscope Ukraine: Ukraine-Berichterstattung aus der Multiperspektive

Stereoscope Ukraine: Ukraine-Berichterstattung aus der Multiperspektive

n-ost – Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung

Stereoscope Ukraine: Ukraine-Berichterstattung aus der Multiperspektive

In Kiew haben sich Journalisten aus Russland, Ukraine und der EU zu einem dreitägigen Fachgespräch über die Rolle der Medien im Ukrainekonflikt getroffen. Das Medienprojekt Stereoscope Ukraine ermöglicht außerdem Recherchen internationaler Teams.

(n-ost) Berlin, 08.10.2014  – Während die Diskussion um eine angemessene Berichterstattung zur Ukraine anhält, hat das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung, am vergangenen Wochenende über 40 Journalisten aus Russland, Ukraine, Deutschland, Polen, England und den USA zu einem Fachgespräch nach Kiew eingeladen.

Breites Spektrum an Positionen und Medien

Nach einem ersten Treffen im Sommer in Berlin hat das n-ost-Projekt Stereoscope Ukraine in Kiew bereits zum zweiten Mal Reporter, Korrespondenten und Auslandredakteure zusammengebracht, die die Berichterstattung seit Ausbruch der Krise in ihren Ländern mit prägen. Zu ihnen gehören etwa Vitaly Leybin, Chefredakteur des russischen Magazins Russki Reporter, Piotr Andrusieczko, der für die polnische Gazeta Wyborcza aus der Ostukraine berichtet, die deutschen Journalisten Moritz Gathmann (v.a. Der Spiegel) und Meike Dülffer (Textchefin bei Zeit Online) oder Albina Kovalyeva von NBC News Moscow.

Diskussionen mit Experten und Politikern

Gemeinsam mit Gästen diskutierte die Gruppe die Lage im Donbass und die bevorstehenden Wahlen, aber auch innerrussische Perspektiven oder die Situation ukrainischer Binnenflüchtlinge. Zu den Gesprächspartnern gehörten etwa der ukrainische Außenminister Pavlo Klimkin, der russische Politologe Dmitry Oreshkin oder der Kiewer Künstler Nikita Kadan.

Das Aufeinandertreffen der Vor-Ort-Perspektive unserer Reporter auf die Analysen und Prognosen von Redakteuren und Experten war in dieser zweiten Runde unseres Projekts besonders ertragreich und wichtig, sagt n-ost-Geschäftsführer Hanno Gundert.

In Kiew stellten einzelne Journalisten außerdem Rechercheprojekte vor, die sie in international besetzten Teams noch in diesem Jahr verwirklichen, u.a. über den ersten russischen Winter auf der Krim und darüber, wie der Konflikt auch einzelne Familien in Russland und der Ukraine entzweit.

Förderer des Projekts sind die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und Renovabis.

Weitere Informationen unter www.n-ost.org/stereoscope

Kontakt
Tamina Kutscher, Projektleitung
kutscher@n-ost.org
Tel. 030/259 32 83-22